Auch im Berliner Museum Futurium dreht sich alles um die Frage “Wie wollen wir hier leben?”. Das Museum ist eine Einrichtung des Bundesbildungsministeriums und steht allen Interessierten offen.
Außerdem hat das Futurium Bildungsmaterial bereitgestellt, das auch in Labs4Future-Bündnissen zum Einsatz kommen kann oder mindestens der Inspiration für die Konzeption von Angeboten zu bestimmten zukunftsbezogenen Themen dienen kann — ob Mobilität, Landwirtschaft, Energie oder anderen. Hier geht’s zur Bildungsplattform!
Bei Spoken Wordhandelt es sich um ein Genre darstellender Kunst, bei dem ein lyrischer Text oder auch erzählende Kurzprosa vor Publikum vorgetragen wird. Obwohl eine Spoken-Word-Performance auch musikalisch begleitet werden kann, kommt dem gesprochenen Wort hier die zentrale Bedeutung zu. (vgl. Benthien & Prange, 2020, S. 517)
Der Fokus liegt auf Audioproduktion und Sprache. Über die eigene Sprache und die Möglichkeit, an dieser kreativ zu arbeiten, sie weiterzuentwickeln und zur Artikulation persönlicher Interessen zu nutzen, entwickeln die Jugendlichen persönliche Zugänge zu Wünschen und Vorstellungen eines gelingenden Lebens. Sie lernen ganz nebenbei, ihre Sprache zu schärfen, sie sinnvoll einzusetzen und entdecken eigene Ausdrucksmöglichkeiten. Medienprodukte in diesem Schwerpunkt sind z. B. Spoken-Word-Beiträge wie Poetry oder Rap.
Spoken Word ist einer von vier medienpädagogischen Schwerpunkten in Labs4Future. Angebote können nur in diesem Schwerpunkt umgesetzt oder mit anderen Schwerpunkten kombiniert werden. Bei Spoken Word könnte das zum Beispiel Digital Storytelling sein — wie im Bündnis Kinderrechte-Rap, das 2023 in Ziesar/Brandenburg umgesetzt wurde.
Foto aus dem Bündnis Tonstudio4Future (Berlin) ZItat von Benthien, C. & Prange, C. (2020). Spoken-Word-Literatur und Poetry Slam. In N., Binczek & U., Wirth (Hrsg.), Handbuch Literatur & Audiokultur. Walter de Gruyter.
Wie wollen wir zusammenleben? Welche Zukunftsszenarien wünschen wir uns? Wie können wir gemeinsam unsere Zukunft gestalten?
Diese Leitfragen prägen die medienpädagogische Arbeit in Labs4Future. Doch wie erzählen wir Zukunft? Wie brechen wir abstrakte Zukunftsfragen auf die Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen herunter? Welche konkreten Projektsettings, Szenarien und Denkimpulse eignen sich für die niederschwellige Zusammenarbeit mit Teilnehmenden aus Risikolagen?
Im Rahmen von zwei Online-Fachtagen Ende 2024 beschäftigten wir uns im Austausch mit medienpädagogischen Honorarkräften aus unseren Bündnissen und anderen Interessierten mit diesen Fragen.
Zukunft greifbar machen
Einen Bezug zur Lebenswelt der Teilnehmenden herstellen, ist grundsätzliches Prinzip unserer medienpädagogischen Arbeit. Zukunft ist für Kinder und Jugendliche ein abstrakter Begriff und muss mit Leben gefüllt werden. Das kann über einen Sozialraumbezug erreicht werden. Mit den jungen Teilnehmenden können Fragen diskutiert werden wie: Was fehlt dir/euch im Alltag? Was wünscht ihr euch für das gemeinsame Leben mit anderen in eurem Stadtteil/in eurer Gemeinde? usw. Diese Fragen sollten auch zeitlich eingeordnet werden: Was fehlt mir heute? Was ist mit auf dem Weg zum Veranstaltungsort aufgefallen? Diese Fragen können auch inhaltlich eingegrenzt werden, z. B. auf Fragen der Mobilität oder der Freizeitgestaltung.
Es kann helfen, Expert*innen einzubeziehen und sich über bestimmte Zukunftsaspekte genauer zu informieren, bevor es darum geht, eigene Zukunftsvisionen zu entwickeln. Expertise liefern beispielsweise Landwirt*innen, die nachhaltig arbeiten, oder Stadtentwicklungsprojekte wie Smart City.
Kreative Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen
Durch eine aktive Medienarbeit können Kinder und Jugendliche kreativ sein und Antworten auf die Fragen finden. Dabei können Utopien entwickelt werden. Jede “Spinnerei” ist gewünscht. Es kann helfen mit Szenarien zu arbeiten, z. B. Wie sieht die Welt in 20 Jahren aus? Auch die Überlegung, in welchen Bereichen Änderungen möglich sind, kann helfen, Ideen zu entwickeln.
In Labs4Future-Bündnisse werden Zukunftsvisionen unterschiedlich medienpraktisch umgesetzt — als analoge gebastelte Modelle, als Upcycling-Projekt oder in virtuellen Welten, z. B. mit CoSpaces.
Jugenndlicher baut Welt in CoSpacesStadtmodell aus dem Bündnis Zukunftsflüstern
Optimistisch in die Zukunft gehen
Unsere Zukunftsvorstellungen prägen unser Handeln in der Gegenwart. Indem wir uns mit Zukünften auseinandersetzen, schaffen wir Orientierungs- und Gestaltungswissen. Wir können Zukunft nicht vorhersagen, aber wir können uns mit möglichen Zukünften auseinandersetzen. Dabei werden Veränderungspotenziale deutlich und die Dimension der Partizipation wird hervorgehoben.
Unsere Tipps:
Zukunftsfragen an die Lebensrealitäten junger Menschen anpassen
Raum für freien Ausdruck schaffen
Gegenwart verstehen als Ausgangspunkt für einen positiven Blick auf die Zukunft
Weiterführendes Material
Krotz/Reißmann: Medien- und Technikutopien gesucht/Editorial zur Ausgabe der Zeitschrift merz — medien+erziehung vom 17.10.2024 — online unter: https://www.merz-zeitschrift.de/article/view/3005
Bildungsplattform des Futuriums — siehe hier
In Labs4Future-Bündnissen werden mindestens vier Angebote zu einer gemeinsamen Fragestellung bzw. einem zusammenhängenden Konzept durchgeführt. Ein Angebot sollte immer ein zweistündiger Kurz-Workshop sein. Weitere Workshops können umfangreicher oder über einen längeren Zeitraum stattfinden. Die Angebotspalette in einem Bündnis kann beispielsweise wie in der Grafik dargestellt aussehen.
Kurzworkshop » Schnupperangebot oder Abschlussveranstaltung (ca. 2 Stunden)
Der Kurzworkshop kann in Form eines Schnupperangebotes genutzt werden, um auf die weiteren Workshops im Bündnis aufmerksam zu machen. Interessierte Kinder und Jugendliche können sich bei dem Kurzformat einen ersten Eindruck verschaffen, was sie in den längeren Workshops erwartet. Deshalb können diese Kurzworkshops als offenes Angebot ohne Anmeldepflicht vor den eigentlichen Workshops gestaltet werden. Wenn die Ergebnisse aus den Workshops in einem größeren Rahmen präsentiert werden sollen, eignet sich das Format ebenfalls. Zu einer Abschlussveranstaltung können auch andere Interessierte, zum Beispiel Eltern, Geschwister, Freund*innen, Kooperationspartner*innen, Politiker*innen usw. eingeladen werden. Außerdem kann eine solche Abschlusspräsentation andere Kinder und Jugendliche für entsprechende Workshops interessieren.
Intensiv-Workshop » Ferien- oder Wochenend-Workshop
Dieses Format ist mit einem Stundenumfang von ca. 20 Stunden gut geeignet, um zum Beispiel Ferienangebote umzusetzen. Im diesen kann intensiv zu einem Thema medienpraktisch gearbeitet werden. Wenn ein Workshop eine ganze Woche dauern soll, kann der Umfang gegebenenfalls mehr als 20 Stunden betragen.
Kurs » wöchentlich stattfindender Workshop/AG
Der Kurs findet über mehrere Wochen regelmäßig statt, etwa als AG. Über einen längeren Zeitraum können sich die Kinder und Jugendlichen intensiv mit einem Thema/einer Fragestellung mit medienpraktischen Methoden befassen. Denkbar sind eine Medien-AG im schulischen Ganztag, einer Jugendeinrichtung oder Bibliothek. Der angedachte Umfang beträgt 20 Stunden, so dass eine AG mit zweistündigen Treffen über zehn Wochen hinweg stattfinden könnte.
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.