Ber­lin: CON:TAKT

Im Bünd­nis wer­den die Kunst­for­men Rap Poet­ry und zeit­ge­nös­si­sche Kon­takt­im­pro­vi­sa­ti­on ver­bun­den und inein­an­der ver­wo­ben wer­den. Die Ziel­grup­pe dafür bil­den tanz- bzw. poe­sie­af­fi­ne Jugend­li­che (15 bis 18 Jah­re). Inhalt­lich geht es dabei um die Fra­ge “Was brau­che ich, um hier authen­tisch sein zu kön­nen?”. Sie soll am Tages­an­fang der Work­shops immer wie­der gemein­sam erör­tert wer­den und in die Erar­bei­tung von Tanz und Poe­sie ein­ge­hen. Rap Poet­ry und Tan­z­er­geb­nis­se der Grup­pe wer­den im Pro­zess immer wie­der gegen­sei­tig prä­sen­tiert und lie­fern die Grund­la­ge für die wei­te­re künst­le­ri­sche Zusam­men­ar­beit.

Die Jugend­li­chen ler­nen digi­ta­le Werk­zeu­ge und Tech­no­lo­gien sinn­voll ein­zu­set­zen. Sie wer­den ermu­tigt, Ideen zu sam­meln, sich aus­zu­pro­bie­ren und ihre Wunschwelt ‘’Wie wol­len wir hier leben?’’ medi­al aus­zu­drü­cken. Das Pod­cast-Pro­jekt bie­tet Jugend­li­chen eine vir­tu­el­le Büh­ne zum Aus­druck ihrer Per­sön­lich­keit. Der Aus­tausch zu den The­men Umwelt, Gesell­schaft, Glau­bens­sät­ze und Selbst­ver­wirk­li­chung geschieht durch Storytelling und einen alters­ge­rech­ten, inter­ak­ti­ven Umgang mit Reels, Sto­rys und Social-Media-Con­tent, bei dem die Kids von ihren Erfah­run­gen berich­ten und aus­drü­cken kön­nen, wie sie hier leben möch­ten. Der moti­va­tio­na­le Ansatz soll jun­ge Men­schen dazu inspi­rie­ren, sich eine siche­re, gerech­te Gesell­schaft auf­zu­bau­en, die ein sozia­les und erfolg­rei­ches Mit­ein­an­der ermög­licht.

Das geplan­te Bünd­nis ver­eint thea­ter­päd­ago­gi­sche Ansät­ze mit Spo­ken-Word-Ele­men­ten und dient der krea­ti­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Zukunft und digi­ta­len Medi­en auf teil­wei­se ana­lo­ge Wei­se. Wie wird dei­ne Zukunft aus­se­hen? Wer­den digi­ta­le Medi­en irgend­wann unse­ren All­tag bestim­men oder tun sie das viel­leicht schon? Die Teil­neh­men­den ent­wer­fen ein eige­nes Thea­ter­stück, das sie zum Abschluss auf der Büh­ne prä­sen­tie­ren — ob ganz old school oder in Kom­bi­na­ti­on mit Robo­tern, Smart­phones oder Siri ist dabei ganz den Kin­dern und Jugend­li­chen über­las­sen.

Im Rah­men des Bünd­nis­ses wer­den Kin­der und Jugend­li­che ab 10 Jah­ren an Making, Coding und Gam­ing sowie Spo­ken Word her­an­ge­führt. In wöchent­lich statt­fin­den­den Kur­sen zu Making & Coding und Gam­ing kön­nen sich die Teilnehmer*innen aus­pro­bie­ren und erkun­den dabei spie­le­risch ihren Sozi­al­raum.
In den Feri­en­work­shops steht die krea­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Zukunft über Spo­ken Word und Rap auf dem Plan. Hier ler­nen die Kin­der und Jugend­li­chen, wie sie mit ein­fa­chen Tools, eige­ne Tracks gestal­ten und pro­du­zie­ren kön­nen. Sie machen sich gemein­sam Gedan­ken über ihr Leben — heu­te und in Zukunft,und schrei­ben dazu ihre eige­nen Tracks und Songs und neh­men die­se auf.

40 jun­ge Men­schen aus Jena erkun­den in Feri­en­an­ge­bo­ten (im Som­mer und Herbst) in ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen. Es gibt eine Making- und Coding-Woche, die Ent­wick­lung eines App-gestütz­ten Plan­spiels zur Simu­la­ti­on einer erfolg­rei­chen Stadt­ge­stal­tung und ein Oral-Histo­ry-Pro­jekt.

Ziel des Bünd­nis­ses ist es, dass sich Jugend­li­che gegen­sei­tig zur Par­ti­zi­pa­ti­on bewe­gen. Gemein­sam mit Künstler*innen und Kul­tur­schaf­fen­den wird ein Krea­tiv­raum zum Machen, Auf­zeich­nen, Zei­gen geschaf­fen. In der Krea­tiv­werk­statt wer­den unter­schied­li­che Schwer­punk­te im digi­ta­len und ana­lo­gen Bereich in den Fokus genom­men, die an die Inter­es­sen der Jugend­li­chen anknüp­fen. Die Teil­neh­men­den ent­wi­ckeln eige­ne Pro­jekt­ideen im digi­ta­len und hand­werk­li­chen Bereich und set­zen die­se um, wie z. B. 3D-Druck, Bau von Skulp­tu­ren, Graf­fi­ti-Ses­si­ons, Let’s Play-Vide­os, Pro­gram­mie­ren u. v. m. Wäh­rend der Durch­füh­rung der Pro­jek­te beglei­ten die Jugend­li­chen das Gesche­hen medi­al und doku­men­tie­ren es. Sie erstel­len Social-Media-Posts, Pod­casts, Vide­os usw.

In der musi­schen Krea­tiv­werk­statt ent­wi­ckeln die Teil­neh­men­den eige­ne Pro­jekt­ideen im Bereich Musik und Poe­sie, wie z. B. Poet­ry Slam, Rap, Free­style Chy­pher, Musik­aben­de, Lesun­gen u.v.m.
Sie zeich­nen ihre Ergeb­nis­se auf, etwa in Recor­ding-Ses­si­ons, CD- oder Musik­pro­duk­tio­nen. Die inner­halb der Pro­jek­te ent­ste­hen­den Ergeb­nis­se wer­den dann genutzt, um ande­re Jugend­li­che eben­falls zum Par­ti­zi­pie­ren zu bewe­gen.

Die Bündnispartner*innen rea­li­sie­ren eine Pro­jekt­wo­che zum The­ma „Kin­der­rech­te-Rap und Musik­vi­deo“. Die Kin­der und Jugend­li­chen beschäf­ti­gen sich mit den Kin­der­rech­ten und set­zen ihre Gedan­ken dazu krea­tiv in einem Rap mit Musik­vi­deo um. Die Teil­neh­men­den wer­den durch zwei Schnup­per­an­ge­bo­te auf die Pro­jekt­wo­che vor­be­rei­tet.

Die Teil­neh­men­den set­zen eige­ne Rap-Songs zu den The­men beruf­li­che Zukunft sowie per­sön­li­cher und gemein­schaft­li­cher Erfolg um.

Im Rah­men von Feri­en­an­ge­bo­ten ler­nen die Kin­der und Jugend­li­chen aus Gade­busch orts­an­säs­si­ge Ver­ei­ne und damit Mög­lich­kei­ten der gesell­schaft­li­chen Betei­li­gung in ihrem Hei­mat­ort ken­nen. Die Teil­neh­men­den beschäf­ti­gen sich damit, was Gade­busch für Jugend­li­che bie­tet und inwie­fern der Ort auch zukünf­tig lebens­wert sein kann. Die Aus­ein­an­der­set­zung fin­det über die Pro­duk­ti­on media­ler Pro­duk­te statt, die anschlie­ßend allen Men­schen in Gade­busch prä­sen­tiert wer­den. Orts­an­säs­si­ge Koope­ra­ti­ons­part­ner (Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr, Sport­ver­ein usw.) beglei­ten das Bünd­nis.